Unsere Kirche

Ein kleiner Kirchenführer:

Die Zaininger Kirche ist eine Martinskirche

Sie stammt aus der Zeit der fränkischen Missionierung unseres Landes im frühen Mittelalter. Wann der Grundstein zur jetziger Kirche gelegt wurde, Iiegt im Dunkel der Geschichte. Vermutlich hat diese Kirche schon eine längere Baugeschichte hinter sich. Die älteste Jahreszahl finden Sie im Zenit an der Wand hinter der Orgel: "Hanns Horat 1494". Aus dieser Zeit stammen auch die Schlusssteine im Scheitel des Chorraumes: An oberster Stelle steht Christus, der Auferstandene und Erhöhte; es folgen die Mutter Maria; der Hl. Martin als Namenspatron; Laurentius mit seinem Marterinstrument, dem Rost; schließlich Katharina von Ägypten, die Heilige der Flachsbauern, die es früher in Zainingen noch gab. Umrahmt werden die Schlusssteine von den vier Evangelisten-Symbolen: Matthäus (Mensch/Engel), Markus (Löwe), Lukas (der Stier) und Johannes (Adler).

 

Sehenswert ist auch unsere Orgel. Mit ihrem Barock-Gehäuse aus dem Jahr 1775 gehört sie zu den Orgeln im Land, die in dem Buch "Orgeln in Württemberg" beschrieben werden.

Wenn Sie vor dem Altar stehen, fällt ihr Blick auf das geschnitzte Kruzifix. Wann es entstanden ist wissen wir nicht. Aber wichtiger als die genaue Datierung ist, was es uns erzählt: Es ist Hinweis auf Gott, der keinen Weg scheute zu den Menschen dieser Welt, auch nicht den Kreuzweg, der in den Ostermorgen einmündet.
Das Kreuz erzählt davon, dass es nun keinen Weg auf dieser Welt mehr gibt, den Gott nicht kennt, wie dunkel und steinig der Weg auch sein mag.

 

Christopherus-Fresko

An der Südwand fällt einem der überlebensgroße Christophorus ins Auge. Dieses Fresko stammt wahrscheinlich auch aus dem Jahr 1494. Es wurde 1908 bei der Erweiterung der Kirche wiederentdeckt.

Warum ist der Christophorus hier zu sehen? Die Kaufleute aus früherer Zeit wussten das noch. Sie kamen auf der Handelsstraße Paris – Prag hier vorbei. Ihnen diente in Gefahr die Kirche als Zufluchtsort. Und der Christophorus als einer der 14 Nothelfer und als "ihr" Schutzpatron war ihnen ein Gleichnis für die Geborgenheit bei Gott.

Wenn Sie die Kirche verlassen, dann finden Sie den Kirchhof umschlossen von einer hohen Mauer. Sie wurde 1559 auf Geheiß von Herzog Christoph errichtet. Die Jahreszahl finden Sie über dem Eingangstor. Hinter der Mauer, die vermutlich ursprünglich von einem Graben mit Zugbrücke umgeben gewesen ist, fanden die Zaininger Schutz und Zuflucht bei Gefahr.

Die wenigen Angaben mögen Ihnen unsere Kirche ein wenig nahe bringen. Besuchen Sie uns doch einmal und verweilen Sie ein paar Tage in unserem Alb-Dorf. Sie sind übrigens auch herzlich eingeladen zum Gottesdienst, jeden Sonntag um 9.30 Uhr.

Evangelische Kirchengemeinde Zainingen


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Stand: 11. November 2005